Piesberg - der höchster Berg Osnabrücks

Der Piesberg mit seinen vielen verschiedenen Fernsichten auf die Stadt Osnabrück und ins grüne Osnabrücker Land bietet auch Aus- und Einblicke in 300 Millionen Jahre Erdgeschichte des Karbon mit der Entstehung von Anthrazit – Steinkohle, dem Urkontinent Pangäea, dem ehemaligen Steinkohlebergbau und dem aktiven Steinbruch.

 

Zu Fuß kann der Piesberg auf einem Rundweg mit ca. 8 km Länge umwandert werden. Relikte aus dem ehemaligen Steinkohlebergbau, der hier bis 1898 unter Tage betrieben wurde, finden sich rund um den Piesberg. Der Haseschacht, heute ein Museum, Stüveschacht oder Lechtingen Kaue sind neben Kohleflözen, die im aktiven Steinbruch zu sehen sind, Überbleibsel aus der Zeit der Industriealisierung des 19. Jahrhunderts. Hier ist besonders der Bergmeister Johann Rudolf Pagenstecher zu nennen, der die Kohleföderung am Piesberg zu einem der wichtigsten Industriebetriebe für die damailge Stadt Osnabrück ausbaute. Wenn man genau hinsieht, begleiten der ehemalige Abbau von Steinen und – das ist nicht zu übersehen – immer wieder der aktive Steinbruchbetrieb die Wanderer fast den ganzen Weg. Auf der Nord- und Ostseite des Berges hat sich die Natur schon alle ehemalige Steinbrüche und Halden wildromantisch zurückerobert. Daneben bietet das Areal des Arboretums mit dem Star unter den Bäumen, einem Redwood Mammutbaum mit ca. 46 m Höhe, einen weiteren wichtigen Anlaufpunkt am Piesberg. Hier ist Natur pur zu erleben. Von der Ostplattform hat man den besten Blick in den riesigen Steinbruchbetrieb. Hier wird einer der härtesten Sandsteine Europas Karbonquarzit abgebaut.

 

Aus mehreren Himmelsrichtungen ist der Tafelberg mit seiner 188,0 m hohen Felsrippe zu Fuß zu besteigen. Von Süden (ab Fürstenauer Weg 180/Bushaltestelle Industriemuseum bzw. Feldbahnbahnhof) geht man entweder zu Fuß entlang der ca. 1 km lange Schmalspurgleise der Feldbahn bis zur Treppenanlage Südstieg oder gönnt sich das urige Erlebnis für Jung und Alt einer Feldbahnfahrt bis zum Bahnhof Südstieg unterhalb des Berges. Das "Museum für feldspurige Industriebahnen Osnabrück-Piesberg e.V." bietet von April bis Oktober jeweils am 1. und 3. Sonntag zwischen 10.00 Uhr und 18.00 Uhr ist das möglich. Zwischen Hin- und Rückfahrt bleibt genug Zeit, um die Felsrippe zu erkunden. Erwachsenen zahlen 3,00 €, Kinder 1,00 €. Die Fahrt kann auf Anfrage für Gruppen gebucht werden.

 

Der Südstieg ist mit seinen 269 Stufen schon eine echt steile Herausforderung, um auf den Piesberg zu kommen. Wer einen kleinen Umweg über den Waldweg und die Teerstraße nicht scheut, kann ebenfalls den Berg etwas bequemer erklimmen.

 

Von Osten (ab Lechtingen/Grubenweg oder Am Quellengrund) gelangt man über mehrere Treppenabschnitte des Oststiegs mit insgesamt 164 Stufen ebenfalls ans Ziel ganz nach oben zu kommen. Endlich ist man  auf der 188 m hohe Felsrippe, um die herrliche Aussicht zu genießen, ein paar Fossilien zu suchen oder eine Pause einzulegen.

 

Auf etwa 800 m Länge und ca. 50 m Breite bieten sich verschiedene Ausblicke in alle Himmelsrichtungen. In der näheren Umgebung Richtung Norden sind Wallenhorst, Richtung Nord-Osten Rulle mit der Wallfahrtskirche oder die Lechtinger Bockwindmühle aus dem 19. Jahrhundert, erbaut von Johann Rudolf Pagenstecher,  gut zu sehen. Im Süden, Luftlinie in 5 km Entfernung hat man hervorragend die Stadt Osnabrück mit Altstadt GertrudenbergDom, Marienkirche, Katharinenkirche und Westerberg, um nur einiges zu nennen, im Blick. Der Teutoburger Wald und der Dörenberg mit seinen 331 m begrenzt dahinter die Sicht nach Süden. Im Südwesten erhebt sich der Hüggel auf dem Gemeindegebiet von Hasbergen und Hagen a. TW. Der Berg entszand im Erdzeitalter des Trias vor 240 Mill. Jahren. Hier wurde großindustriell  Eisenerz abgebaut, das zur Verhüttung ins Eisenhüttenwerk nach Georgsmarienhütte gebracht wurde.  Über den Geo- und Naturpark TERRA.vita können Besucherführungen am Silbersee gebucht werden. Im Westen, in 18 km Entfernung am Horizont, steht das Kohlekraftwerk Ibbenbüren. Weit geht der Blick nach Nord/West. Bei gutem Wetter sind Fernsichten über 50 km bis nach Lingen zum Atomkraftwerk möglich.

Drei große, über 100 m hohe Windkraftanlagen sind hier auf dem besten norwestlich gelegenen Landstandort für Windkraftanlagen aufgestellt, um optimal den Wind zur Stromgewinnung zu nutzen. Von der Aussichtsplattform aus fast 200 m Höhe bietet sich ein herrlicher Rundumblick auf die Stadt Osnabrück, Wallenhorst und die grüne Osnabrücker Hügellandschaft des Wiehengebirges und des Teutoburger Waldes.

Wir empfehlen bei einem Besuch des Piesbergs unbedingt dem Wetter und dem Gelände angepasste Kleidung und vor allem feste Schuhe anzuziehen.

 

Der Berg hat einiges zu bieten. Hier einige Weiterleitungen, weitere Seiten sind im Aufbau:

 

- Anthrazitkohle

- Arboretum

- Aussichtsplattform

- Aussichtsturm

- Blindschleiche

- Canyon

- CEMEX

- Deponie

- Feldbahn

- Felsrippe

- Fossilien

- Johannissteine

- Karlssteine

- Kohlebergbau

- Kreuzkröte

- Kreuz im Hone

- Lechtinger Kaue

- Mammutbaum

- Museum für feldspurige Industriebahnen - Feldspur

- Nordaussichtsplattform

- Osnabrücker Dampflokfreunde - ODF

- Ostaussichtsplattform

- Oststiegtreppe

- Schmid im Hone

- Sinnemannsche Restauratiion

- Steinbruch

- Stüveschacht

- Südstiegtreppe

- Waldhyazinthe

- Zechenbahnhof

- Gasthof "Zur alten Eversburg"

 

 

Anlässlich des Dampflokfestes 2011 konnte eine Dampflok an den Piesberg geholt werden. Dazu ein kleiner Film.

Der normale Fahrbetrieb an öffentlichen Fahrtagen oder bei gebuchten Fahrten wird mit Dieselloks gefahren.

2011.09.04_Feldbahn-Dampfloktag_Osnabrüc[...]
Windows Media Video-Format [12.5 MB]

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