Die Laischaften in Osnabrück

Laischaft: Seit dem 16. Jh. organisierten sich die Osnabrücker nach und nach in sechs Weidegenossenschaften, den sog. Laischaften. Zunächst gab es die Laischaften (Genossenschaften) im befestigten Stadtgebiet. Später vor den Toren der Stadt, teilte man das Gebiet außerhalb der Stadtmauer und der Landwehr auf. Benannt wurden sie nach den jeweiligen Stadttoren, aus denen das Vieh getrieben wurde. Die Hegerlaischaft besitzt noch heute das Heger Holz, ein großes Waldstück, dass gemeinsam bewirtschaftet wird. Daneben besteht noch die Herrenteichslaischaft die sich vor allem kulturell und sozial engagiert.

      

Landwehr: Die Landwehr war die erste Grenze, die herannahende Feinde im Mittelalter zu überwinden hatte. Mit einem Umfang von ca. 30 km zog sie sich in einem Abstand von 1,5 - 5 km um die damalige Stadt Osnabrück herum. Sie bestand aus 2 bis 5 Wällen mit einer verflochtenen Dickichthecke darauf und daran langlaufenden Wassergräben. Teile sind noch in Sutthausen, Nahne, Eversburg, Haste, Gartlage zu erkennen. Einige Türme sicherten die Zugangswege, von denen der Wulfter Turm im Stadtteil Sutthausen noch erhalten ist.

Heger Laischaft 1969 Schnatgangsfest

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